Beschreibung
Die Dimensionen sind schwer zu fassen: Wenn sich die Mongolei wie eine Decke über Europa legen würde, dann verdeckte sie von der Ostsee bis nach Gibraltar ganz Westeuropa. Doch in diesem riesigen Land, das zu Zeiten der Khans sogar noch 15 Mal grösser gewesen ist, leben weniger Menschen als in Berlin. Kaum verwunderlich also, ticken die Mongolen anders als wir. Für diese Ausgabe haben wir uns daran gemacht, dem vielseitigen Land und seinen einzigartigen Bewohnern etwas näher zu kommen. Dazu konnten wir mit dem eindrücklichen Museum Rietberg in Zürich zusammenspannen, das im Oktober 2025 eine Sonderausstellung zur Mongolei eröffnet und zahlreiche Artefakte zeigt. Für die Visualisierung des Mongolischen in der Schweiz konnten wir den Fotografen Oliver Oettli gewinnen. Er hat mit neugierigem Adlerauge vom Léman bis zum Säntis das sanfte Schimmern der Mongolei eingefangen. Wenn Sie nun das Fernweh packt, dann lässt sich dieses übergangsmässig auch hier stillen. Etwa in der Greina, wo die Ebene weit ist und die Vegetation spärlich. Wenn Sie dort gemütlich ruhen, begleitet von einer Pferdekopfgeige das Obertonsingen üben und die von der Altai inspirierte Schweiz des Künstlers Nyam-Ochir Oyunpurev vor sich auslegen, dann wird sich bald mongolische Zufriedenheit einstellen. Ich wünsche Ihnen eine abenteuerliche Kopfreise und mongolische Entdeckungen vor der Haustüre.









