Redaktionsleben N°2

Die Weihnachtszeit ist zugleich die Zeit der herzigen Märkte in der ganzen Schweiz. Die «Fraktion Winterthur», wie Michèle, Sarina und Nadine liebevoll von den neidischen Mitarbeitern genannt werden, trinkt ihren Glühwein natürlich am liebsten am Wiehnachtsmärt am Neumarkt in Winti. Weil es hier zum «Glüehwiilä» am gemütlichsten ist und man sich während eines Monats nicht mehr um den Znacht zu kümmern braucht. Meistens gibt es Dessert (Öpfelchüechli) mit Dessert (Churros) und dazu dann eben: Glühwein. Roten oder weissen, für genug Abwechslung ist gesorgt. Weiter als bis zu ihrem Freund Jari, der Lebensmittel aus dem 3D-Drucker zaubert, kommt Sarina eigentlich selten. Ob das an der treuen Freundschaft liegt oder eben doch am Glühweinstand gleich vis-à-vis, den sie für den besten hält … Michèle und Nadine sind da schon ein wenig tapferer und kämpfen sich mit den heissen, klebrigen Bechern weiter ins Getümmel. Nadine zieht’s zu ihrem persönlichen Liebling, den afrikanischen Saucen und Hot Drops von Ukuva iAfrica: ein Sozialprojekt mit ganz, ganz viel Herzblut. Michèle muss für ihren Favoriten bis ganz ans andere Ende, aber für den feinen Flammkuchen lohnt sich das allemal. Obwohl – es ist nicht wirklich ein Flammkuchen, «Dinnete» nennen sie den Fladen mit Kartoffeln, Zwiebeln, Speck oder Käse. Der Teig ist, glauben wir jedenfalls, aus Vollkorn und die Verkäufer arbeiten «wie s’Bisiwätter», in der Hoffnung, die lange Schlange wird irgendwann einmal kürzer. Aber das wird sie nicht, denn die Dinnete schmecken zu gut, machen satt und eignen sich für alle, die noch einen Glühwein-Marathon vor sich haben.

Ah, ja: Es gibt natürlich auch andere Weihnachtsmärkte. Capucine zum Beispiel gefallen vor allem die im Elsass (da drückt wohl ihre Herkunft ein bisschen durch) und Nicole findet das Wienachtsdorf am Bellevue klasse. Alles schön und gut, aber trotzdem nichts im Vergleich mit Winterthur. Dieser Markt hat mit seinen 20 Jahren schliesslich auch schon einiges an Erfahrung und weiss, wie man seine Besucher abfüllt – äxgüsi: verzaubert!

Hier gibt’s die Gesichter zu den Namen!

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Die Ausgabe WEISS ist da!

th38_cover_richtigSelbstgemachte Guetzli und die Brösmeli-Sauerei von den verputzten Spanischen Nüssli sind nur zwei von vielen Vorboten der funkelndsten Zeit im Jahr. Und während die Schneeflocken die Landschaft leise und sanft mit einer weissglitzrigen Schicht überzogen haben, bedeckten die Transhelvetiker schneeweisse Seiten mit Tinte. Dafür statteten sie einem Magier einen Besuch ab, wanderten mit Schafen und heirateten – viel Liebe steckt auch in jedem einzelnen Magazin der neuen Ausgabe!

Transhelvetica gibt es am Kiosk oder als Abo.
Einblick ins Heft geben unsere Leseproben.

Redaktionsleben #1

Eigentlich gibt es keinen cooleren Ort zum Arbeiten im vernebelten Zürich als den Alten Bahnhof Letten. Warum? Weil gleich nebenan die Limmat vorbeifliesst, unser Sitzplatz von der Sonne angestrahlt wird und wir dem Reisen jeden Tag ganz nah sind – auch wenn sich der Weg manchmal nur von der Redaktion bis in die Markthalle im Viadukt beschränkt. Aber momentan, ganz ehrlich: Wir sind umzingelt von Gittern, Baggern und anderen Baumaschinen, die uns die Sicht nehmen und Lärm machen. Und sie machen Lärm. Viel Lärm. Jetzt, wo Jupiter alias Schnuz langsam endlich seine Pubertätsphase hinter sich lässt und nicht mehr den ganzen Tag bellt, um seinen Rüden zu stehen, fangen die Männer in Orange an zu bauen. Wasserrohre verlegen. Weil das manchmal kaum auszuhalten ist, gab’s Kopfhörer für die ganze Equippe. Jeder Fremde, der hier bei uns reinschaut, muss das Gefühl haben, beim NASA-Sonderteam gelandet zu sein. Man stelle sich vor, wir alle sitzen so vor dem Computer mit zwei Satellitenschüsseln auf dem Kopf und hören schon zum zwanzigsten Mal Mamma Mia von ABBA oder eine Insider-Band von Fabian (sein Geschmack lässt manchmal zu wünschen übrig; er findet die Edeka-Werbung SUPERGEIL wirklich supergeil…). Der Baulärm stört auch unsere interne Kommunikation ein wenig, da wir immer erst Handzeichen geben und anstupsen müssen, bevor wir unsere Sörgeli loswerden können. Aber eigentlich ist das alles halb so wild – denn wer seine Ohren abschirmt, der muss auch die dienstägliche Bachelor-Diskussion von Sarina und Nadine nicht mithören.

Hier gibt’s die Gesichter zu den Namen!

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Die Ausgabe Sturm ist da!

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Es ist noch nicht all zu lange her, da haben wir uns darauf gefreut, frühmorgens nur mit T-Shirt und Shorts bekleidet, Sonnenbrille auf der Nase, aus dem Haus zu gehen. Und ehe man sich versieht, ist es Herbst und wir sträuben uns dagegen, schon wieder den Winterschal und die Daunenjacke aus ihrem Versteck im Kleiderschrank zu kramen. Wir schlottern vor Kälte, reiben uns die Hände warm und kochen als erstes süttigheisses Wasser im Büro, weil Unterkühlung das Arbeitstempo herabsetzt. Ach was, so schlimm ist er gar nicht, der Oktober. Denn: Die neue Ausgabe «Sturm» ist da! Wochenlang sind Autoren und Fotografen, Grafiker und Hunde in der Redaktion herumgestürmt und haben gearbeitet, was das Zeug hält. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und freut sich, durchgeblättert zu werden!

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Die Ausgabe Fisch ist da!

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Da zappelt ein Fisch an der Angel!
Der Sommer hat uns Transhelvetiker zu einem Sprung ins kühle Nass verleitet – und da wollten wir auch gar nicht mehr raus! Denn hier, unter der Wasseroberfläche, verstecken sich manche glitzernde Schätze, die vom sicheren Ufer her völlig verborgen blieben. Fische haben übrigens ausserordentlich viel zu erzählen: Das merkt man bei einem Blick in unsere neuste Ausgabe in ihrem blau-silbrigem Schuppenkleid!

Ciao, Dimitri!

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Der unvergessliche Schweizer Clown und Bühnenkünstler Dimitri sorgte stets dafür, dass wir lachten und uns amüsierten – heute jedoch ist uns zum Weinen zumute. Von ihm Abschied nehmend, legen wir Ihnen diese Hommage aus der Ausgabe «Wunder» ans Herz: Ein Besuch der Märchenwelt «Scuola Teatro Dimitri», welche von ihm und dem tschechischen Mimen Richard Weber 1975 gegründet wurde. Lesen.

Die Ausgabe Neu ist da!

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Tusch! Trommelwirbel! Vorhang auf!

Hier kommt Transhelvetica – im neuen Kleid! Ein denkwürdiger Moment! Denn nachdem Transhelvetica seinen Strampelsachen entwachsen ist, haben wir gemessen, geschneidert, anprobiert, angesetzt und herumgezüpfelt, bis das neue Gewand bestand. Beileibe erstrahlt auch das kuschelige Innenfutter unseres Magazins in neuem Glanz. Da versammeln sich: ein Neuanfang im Tessin, ein Neuland in Luzern, ein Neubau im Alphaus und ganz viel Neugierde aus der Erfinderwerkstatt.

Nun sind wir gespannt auf die ersten frühlingshaften Schritte über Stock & Stein und hoffen, dass auch Sie gefallen finden an des Transhelvetica neuen Kleidern. Wir haben jedenfalls so eine Freude, dass wir mit dem Ballon einen Looping gefahren sind!

Transhelvetica gibt es am Kiosk oder als Abo.
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Die Ausgabe Identität ist da!

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Wenn sich das Jahr in Blüten und Knospen reinkarniert, stecken auch wir unsere Köpfe aus den weichen Winter-Kokons, schauen uns um und suchen in der erwachenden, andersartigen Welt nach Orientierung. Das birgt natürlich die Gefahr der Identitätskrise in sich. Wer bin ich? Wer bist du? Wer sind wir alle zusammen?
Auf der Suche nach Antworten stiessen wir auf eine solche Fülle an Stoff, dass wir gleich mehrere Hefte damit hätten füttern können. Mit Feuereifer gruben wir nach den filigransten Wurzeln, die wir vorsichtig freilegten: Mit Käse aus Tadschikistan im Proviant wanderten wir dem Gestaltenwandler Andermatt in die Arme. Dank der Streetart an den Mauern fanden wir schliesslich nach Hause zurück und packten die bunt durchmischte Identität der Schweiz in die neuste Ausgabe «Identität»!

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FelsenFest – Buchtipp

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Der freischaffende Schriftsteller und leidenschaftliche Bergkletterer Emil Zopfi geht für uns Transhelvetiker in jeder Ausgabe «bergwärts» auf seinen Gedankengang.

Im April erscheint nun seine Kurzgeschichtensammlung «FelsenFest – Noch schöner als Fliegen». Dort nimmt er uns mit auf fünfzig seiner alpinen Erkundigungen, wo Erfolgserlebnisse und Grenzerfahrunge manchmal nahe beieinander lagen. Bereits als junger Elektrotechniker berauschten ihn Pläne von Gipfelbesteigung und Felsbezwingung. Über die Jahre begleitete er aktiv die Geschichte des Bergsteigens vom Holzkeil zum Bohrhaken, von schwerem Schuhwerk zu leichten Kletterfinken mit Magnesium an den Fingern. Heute sind Berge für ihn zu Orten voller Erinnerungen geworden, wo das Fliegen auch ohne Flügel und Propeller wahr wurde.

In den felsenfesten Geschichten trifft Abgrund auf Ausblick, Tangotakt auf Atemlosigkeit und die Boxlegende Muhammad Ali, der gnadenlose Max Frisch und der nackte Hermann Hesse aufeinander. Aus jeder Beschreibung der kantigen Felsvorsprünge oder der weissen, in den Himmel ragenden Hörner liest man Zopfis Liebe und Faszination für die atemberaubende Welt der kantigen Riesen heraus!