Redaktionsleben #1

Eigentlich gibt es keinen cooleren Ort zum Arbeiten im vernebelten Zürich als den Alten Bahnhof Letten. Warum? Weil gleich nebenan die Limmat vorbeifliesst, unser Sitzplatz von der Sonne angestrahlt wird und wir dem Reisen jeden Tag ganz nah sind – auch wenn sich der Weg manchmal nur von der Redaktion bis in die Markthalle im Viadukt beschränkt. Aber momentan, ganz ehrlich: Wir sind umzingelt von Gittern, Baggern und anderen Baumaschinen, die uns die Sicht nehmen und Lärm machen. Und sie machen Lärm. Viel Lärm. Jetzt, wo Jupiter alias Schnuz langsam endlich seine Pubertätsphase hinter sich lässt und nicht mehr den ganzen Tag bellt, um seinen Rüden zu stehen, fangen die Männer in Orange an zu bauen. Wasserrohre verlegen. Weil das manchmal kaum auszuhalten ist, gab’s Kopfhörer für die ganze Equippe. Jeder Fremde, der hier bei uns reinschaut, muss das Gefühl haben, beim NASA-Sonderteam gelandet zu sein. Man stelle sich vor, wir alle sitzen so vor dem Computer mit zwei Satellitenschüsseln auf dem Kopf und hören schon zum zwanzigsten Mal Mamma Mia von ABBA oder eine Insider-Band von Fabian (sein Geschmack lässt manchmal zu wünschen übrig; er findet die Edeka-Werbung SUPERGEIL wirklich supergeil…). Der Baulärm stört auch unsere interne Kommunikation ein wenig, da wir immer erst Handzeichen geben und anstupsen müssen, bevor wir unsere Sörgeli loswerden können. Aber eigentlich ist das alles halb so wild – denn wer seine Ohren abschirmt, der muss auch die dienstägliche Bachelor-Diskussion von Sarina und Nadine nicht mithören.

Hier gibt’s die Gesichter zu den Namen!

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Die Ausgabe Sturm ist da!

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Es ist noch nicht all zu lange her, da haben wir uns darauf gefreut, frühmorgens nur mit T-Shirt und Shorts bekleidet, Sonnenbrille auf der Nase, aus dem Haus zu gehen. Und ehe man sich versieht, ist es Herbst und wir sträuben uns dagegen, schon wieder den Winterschal und die Daunenjacke aus ihrem Versteck im Kleiderschrank zu kramen. Wir schlottern vor Kälte, reiben uns die Hände warm und kochen als erstes süttigheisses Wasser im Büro, weil Unterkühlung das Arbeitstempo herabsetzt. Ach was, so schlimm ist er gar nicht, der Oktober. Denn: Die neue Ausgabe «Sturm» ist da! Wochenlang sind Autoren und Fotografen, Grafiker und Hunde in der Redaktion herumgestürmt und haben gearbeitet, was das Zeug hält. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und freut sich, durchgeblättert zu werden!

Transhelvetica gibt es am Kiosk oder als Abo.
Einblick ins Heft geben unsere Leseproben.

Die Ausgabe Fisch ist da!

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Da zappelt ein Fisch an der Angel!
Der Sommer hat uns Transhelvetiker zu einem Sprung ins kühle Nass verleitet – und da wollten wir auch gar nicht mehr raus! Denn hier, unter der Wasseroberfläche, verstecken sich manche glitzernde Schätze, die vom sicheren Ufer her völlig verborgen blieben. Fische haben übrigens ausserordentlich viel zu erzählen: Das merkt man bei einem Blick in unsere neuste Ausgabe in ihrem blau-silbrigem Schuppenkleid!

Ciao, Dimitri!

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Der unvergessliche Schweizer Clown und Bühnenkünstler Dimitri sorgte stets dafür, dass wir lachten und uns amüsierten – heute jedoch ist uns zum Weinen zumute. Von ihm Abschied nehmend, legen wir Ihnen diese Hommage aus der Ausgabe «Wunder» ans Herz: Ein Besuch der Märchenwelt «Scuola Teatro Dimitri», welche von ihm und dem tschechischen Mimen Richard Weber 1975 gegründet wurde. Lesen.

Die Ausgabe Neu ist da!

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Tusch! Trommelwirbel! Vorhang auf!

Hier kommt Transhelvetica – im neuen Kleid! Ein denkwürdiger Moment! Denn nachdem Transhelvetica seinen Strampelsachen entwachsen ist, haben wir gemessen, geschneidert, anprobiert, angesetzt und herumgezüpfelt, bis das neue Gewand bestand. Beileibe erstrahlt auch das kuschelige Innenfutter unseres Magazins in neuem Glanz. Da versammeln sich: ein Neuanfang im Tessin, ein Neuland in Luzern, ein Neubau im Alphaus und ganz viel Neugierde aus der Erfinderwerkstatt.

Nun sind wir gespannt auf die ersten frühlingshaften Schritte über Stock & Stein und hoffen, dass auch Sie gefallen finden an des Transhelvetica neuen Kleidern. Wir haben jedenfalls so eine Freude, dass wir mit dem Ballon einen Looping gefahren sind!

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Die Ausgabe Identität ist da!

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Wenn sich das Jahr in Blüten und Knospen reinkarniert, stecken auch wir unsere Köpfe aus den weichen Winter-Kokons, schauen uns um und suchen in der erwachenden, andersartigen Welt nach Orientierung. Das birgt natürlich die Gefahr der Identitätskrise in sich. Wer bin ich? Wer bist du? Wer sind wir alle zusammen?
Auf der Suche nach Antworten stiessen wir auf eine solche Fülle an Stoff, dass wir gleich mehrere Hefte damit hätten füttern können. Mit Feuereifer gruben wir nach den filigransten Wurzeln, die wir vorsichtig freilegten: Mit Käse aus Tadschikistan im Proviant wanderten wir dem Gestaltenwandler Andermatt in die Arme. Dank der Streetart an den Mauern fanden wir schliesslich nach Hause zurück und packten die bunt durchmischte Identität der Schweiz in die neuste Ausgabe «Identität»!

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FelsenFest – Buchtipp

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Der freischaffende Schriftsteller und leidenschaftliche Bergkletterer Emil Zopfi geht für uns Transhelvetiker in jeder Ausgabe «bergwärts» auf seinen Gedankengang.

Im April erscheint nun seine Kurzgeschichtensammlung «FelsenFest – Noch schöner als Fliegen». Dort nimmt er uns mit auf fünfzig seiner alpinen Erkundigungen, wo Erfolgserlebnisse und Grenzerfahrunge manchmal nahe beieinander lagen. Bereits als junger Elektrotechniker berauschten ihn Pläne von Gipfelbesteigung und Felsbezwingung. Über die Jahre begleitete er aktiv die Geschichte des Bergsteigens vom Holzkeil zum Bohrhaken, von schwerem Schuhwerk zu leichten Kletterfinken mit Magnesium an den Fingern. Heute sind Berge für ihn zu Orten voller Erinnerungen geworden, wo das Fliegen auch ohne Flügel und Propeller wahr wurde.

In den felsenfesten Geschichten trifft Abgrund auf Ausblick, Tangotakt auf Atemlosigkeit und die Boxlegende Muhammad Ali, der gnadenlose Max Frisch und der nackte Hermann Hesse aufeinander. Aus jeder Beschreibung der kantigen Felsvorsprünge oder der weissen, in den Himmel ragenden Hörner liest man Zopfis Liebe und Faszination für die atemberaubende Welt der kantigen Riesen heraus!

Hotel Paradiso

Familie Floez - Hotel Paradiso www.floez.net

Die «Familie Flöz»​ ist ein Kosmos von Theaterschaffenden, Musikern, Maskenbauern und anderen Kreativlingen, die sich aus verschiedenen Ecken der Welt zusammengefunden haben und seit Jahren wunderbar berührende sowie herzerweichend drollige Geschichten auf die Bühne bringen.

Ein aktuelles Stück der Gruppe spielt im traditionsreichen «Hotel Paradiso» und sprudelt nur so vor verrückten, liebenswerten und charismatischen Figuren. Im Zentrum des Geschehens stehen das ungleiche Geschwisterpaar, welches das Hotel leitet. Der Sohn des Hauses träumt von der grossen Liebe, seine Schwester möchte die Führung des Hotels an sich reissen, das Dienstmädchen hat es faustdick hinter den Ohren und der Koch zersägt nicht nur Schweinehälften … Kein Wunder taucht hier bald der erste Tote auf! Mit schwarzem Humor, hauchzarter Melancholie und emotionalen Hoffnungsschimmern zaubert das vierköpfige Ensemble hinter Masken verborgen eine kleine, bitterböse Welt herbei. Und das, ohne ein einziges Wort auszusprechen!

Das Stück spielt am 18. Feb im Stadtsaal Zofingen und am 26. Feb im Stadttheater Langenthal. Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Familie Flöz.

30. Hornschlittenrennen in Braunwald

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Was da alles den Berg hinunterkurvt! Ganze Häuschen, Segelboote, schnittige Limousinen oder andere selbstgebaute Kreationen sausen jedes Jahr beim Hornschlittenrennen in Braunwald die Piste hinab. Noch schneller fährt es sich aber bei den sogenannten Buureschlitten- oder Flitzerschlittenfahrten. Dort geht es nicht mehr um’s Sujet, sondern nur noch darum, wer als erster mit Karacho die Ziellinie erreicht hat.

Der Hornschlitten diente ursprünglich als winterliches Transportmittel. Von abgelegenen Alpen beförderten die Bauern auf diese Weise ihr Heu ins Tal oder schleppten Holz aus den Wäldern zu ihrem Hof. Die Hornschlittenfahrten zählten damals zu den gefährlichsten Arbeiten des Bergbauernlebens. Denn die schweren Schlitten wurden trotz rassigen Geschwindigkeiten von Männern gezogen und gestossen, was oft zu Unfällen führte. Ausserdem galt die Schneekonsistenz dann als perfekt, um zu «schlitteln», wenn viel Neuschnee auf harter Unterlage zu liegen kam. Da diese Schneebeschaffenheit aber zugleich auch die grösste Lawinengefahrstufe darstellt, forderte die Transportart tragischerweise eine Vielzahl an Lawinenofpern. Heutzutage sind die Hornschlitten im Bauernbetrieb den Traktoren gewichen, und die traditionellen Gefährte haben einen Platz auf den Schlittelpisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz erobert – zum Beispiel in Braunwald:

Das Hornschlittenrennen ebenda feiert dieses Jahr vom 13. – 14. Februar sein 30-jähriges Jubiläum. Kein Wunder, stammt nun auch der grösste Hornschlitten der Welt aus dem Glarus. Fritz Dönni aus Luchsingen hat sich seinen Traum verwirklicht und baute sich seinen Riesenschlitten: 6.5 m lang und 2.8 m hoch ist die Holzkarosse und wiegt massive 474 kg – nur fahren kann man damit nicht mehr. Auch er wird am Jubiläums-Wochenende dabei sein und seine Arbeit erstmals präsentieren.

Wer bei alledem Lust bekommen hat auf ein paar schneestäubende Stunden auf gehörnten Kufen, kann sich auf der Website des Hornschlittenclubs Braunwald einen Überblick über das Programm verschaffen.

Auf die Plätze, fertig, los!